Rhein Main Presse, 28. August 2007

           

Preiswerte Lösung kann auch schön sein

Dexheimer Kreisel an der B420 schafft es auf Platz eins der Rangliste / Pflege durch Freiwillige

Sie ersetzen Ampeln, sorgen für fließenden Verkehr und bestimmen immer mehr das Erscheinungsbild des Straßennetzes. In einer Serie stellt die AZ Kreisel der VG Nierstein-Oppenheim per Rangliste vor. Dabei entscheidet die äußere Erscheinung über die Platzierung. Von Wolfgang Bürkle

Nicht nur wegen des hohen Erdhügels sieht man den Kreisel am Ortseingang von Dexheim schon aus weiter Ferne. Besonders die rostfarbene Laterne stellt das Rund nachts in ein besonderes Licht. “Früher war diese Stelle schon ein heikler Verkehrspunkt an der B420”, erklärt Martina Kühne. “Seitdem der Kreisel da ist, ist die Situation aber deutlich besser.” Kühne gehört zu dem Personenkreis, der sich seit einem knappen Jahr freiwillig um die Pflege der Verkehrsinsel kümmert.

Kühne und einige Bekannte fragten während der Bauarbeiten im vergangenen Herbst beim zuständigen Bauamt nach, ob sie die Gestaltung des frisch gebauten Kreisels übernehmen dürften: “Die meisten Kreisel in der Umgebung fanden wir einfach nicht schön. Wir wollten für Dexheim etwas Besonderes haben und deswegen die Pflege selbst in die Hand nehmen.” Im Oktober letzten Jahres bekamen sie das Einverständnis und machten sich damit direkt an die Arbeit. “Wir benötigten alleine zwei Tage, um das bereits gewachsene Unkraut zu entfernen”, erinnert sich Betina May. “Dann kamen noch zwei Tage dazu, bis wir den Kreisel neu bepflanzt hatten.”

16 Freiwillige hatten sich derweil bereiterklärt, an der Pflanzaktion und an der Folgepflege zu helfen. Während sich Frauen meist für die Begrünung aufopferten, mussten die Männer für die schwere Arbeit, wie die Aufbringung von Schotter am Straßenrand, herhalten.

Wurden die Helfer zu anfangs etwas belächelt, ist mittlerweile die Akzeptanz der Einwohner laut May groß: “Uns wurde bei der Pflanzaktion unter anderem Glühwein vorbeigebracht. Einigen ist die Bepflanzung egal, aber viele sind begeistert.” Die Arbeit am Kreisel habe den Freiwilligen so viel Spaß bereitet, dass sie demnächst mit der Verschönerung des Schulgartens anfangen.

Neben Lavendel und Schmetterlingsflieder wurde der Kreisel mit Buchs und sogar einer alten kriechenden Rebsorte bepflanzt. “Wir haben solche Planzen eingesetzt, die nicht extra bewässert werden müssen und die landestypisch sind”, erläutert May. “Außerdem haben wir durch unsere Auswahl das ganze Jahr etwas Blühendes und es gibt schöne Farbkontraste.

Die Bepflanzung erfolgte nicht wie sonst üblich kreisförmig, sondern in Streifen: “Wir wollten, dass man von jeder Seite einen anderen Teil unserer Arbeit sieht. Das bringt Abwechslung und ist einfach schöner.” Ein Etat von knapp 4000 Euro wurde den freiwilligen Helfern zugestanden, mit dem auch die zukünftige Pflege abgegolten ist.

“Wir treffen uns jetzt alle paar Wochen um Unkraut zu entfernen. Je mehr unsere Pflanzen wachsen, desto weniger Zeit müssen wir in die Pflege investieren.”

Ziel sei es, dass nur noch alle drei Monate Unkraut entfernt werden muss. “Wir zeigen damit, dass eine preiswerte Lösung auch schön sein kann”, ergänzt Kühne. Und dies beweist nicht zuletzt der erste Platz in der Rangliste der Allgemeinen Zeitung.


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