Rhein Main Presse, 17. Mai 2008

           

Vom blühenden
Farbfächer lernen

Initiative Schulgarten öffnet Idyll hinterm Dexheimer Rathaus / Fleckchen für Jung und Alt

An diesem Wochenende präsentieren die Dexheimer ihren neuen Schulgarten. In dem Idyll hinter dem Rathaus gibt es viel zu entdecken, mit Augen, Ohren und der Nase.
Von Ulla Niemann

Es duftet. Nach Blumen, nach Kräutern und nach Rindenmulch. Blüten springen dem Besucher ins Auge, und die feinen, hellen Kiessplitter des Weges knirschen unter den Schuhen. Vögel zwitschern, Grillen zirpen.

“Der Garten soll ein Fleckchen zur ungezwungenen Begegnung für Jung und Alt sein”, erklärt Betina May, während sie auf eine kleine weiße Sitzgruppe im Schatten eines großen Ahorns deutet. Betina May gehört zu den zwanzig Dexheimern, die Freizeit oder Geld in den Schulgarten investiert haben, um für ihren Heimatort einen besonderen Platz zu schaffen. “Manche alten Leute haben keinen eigenen Garten mehr. Doch es ist schön, wenn sie hierher kommen können”, ergänzt Tina Kühne.

Die Idee, den Schulgarten zu gestalten, entstand im Kreis der “Kreiselpfleger”. Durch das Ehrenamtsförderprogramm des Landkreises konnte die Idee dann wachsen, blühen und gedeihen.

Bis in die 1960er war das Rathaus die Schule, daher auch der Name Schulgarten. Vierzig Jahre lag das grüne Fleckchen dann brach.

Wie der Garten aussah, bevor die Dexheimer mit Schippe, Schubkarre und Spaten anrückten, kann man noch an einer Stelle sehen. “Hier lassen wir den Garten so wie er ist. Man sieht nämlich sehr schön,welche Pflanzen hier von Natur aus vorkommen”, erklärt Tina Kühne. Ansonsten haben die Gartengestalter alles sorgsam und mit viel Liebe zum Detail geplant. Der Farbenfächer im hinteren Teil des Gartens ist so ein Detail. Grün, gelb-orange, rose-rot, blau-violett, und weiß leuchten die einzelnen Fächer. “Die Bepflanzung ist ganzjährig. Das es jetzt schon so schön blüht, freut uns sehr”, ist Betina May stolz auf das Ergebnis der vielen Arbeit.

“Dem Namen Schulgarten werden wir auch durch die Beschilderung der Pflanzen gerecht”, zeigt Tina Kühne auf die kleinen weißen Täfelchen neben Stauden und Sträuchern. Lernen kann man viel im Schulgarten. Da gibt es z.B. Apothekenpflanzen, Färber- und Küchenkräuter, Gemüse und Obst. Wir möchten den Kindergartenkindern die Möglichkeit geben, sich hier mit den Pflanzen anzufreunden”, so Tina Kühne.

Ein besonderer Freund der Gärten war Wilhelm Busch. Seine Gedichte über den Maulwurf, das hübsche Ungeziefer und die Gartenarbeit werden auch im Schulgarten zu lesen sein, schließlich wird auch die Bibliothek den Garten nutzen.


Willkommen
im Holunderhof

 


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